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Wie funktioniert die Altersvorsorge in der Schweiz?

Viele Grenzgänger erwerben durch ihre berufliche Tätigkeit in der Schweiz Ansprüche auf eine Rente. Doch wie ist dies in der Schweiz geregelt?

  1. In der Schweiz gibt es das so genannte „Drei-Säulen-Prinzip“:
    Die erste Säule der Altersvorsorge betrifft die staatliche Vorsorge. Diese ist die Mindestsicherung. Sie deckt ab: die so genannte „Alters- und Hinterlassenenversicherung“ AHV, die Invalidenversicherung und gegebenenfalls Ergänzungsleistungen in Fällen, in denen das Einkommen nicht fürs Existenzminimum reicht.
  2. Die zweite Säule ist die berufliche Vorsorge, also die Pensionskasse. Jeder Arbeitnehmer, der mehr als 21.330 Franken jährlich verdient, ist von Beginn seines Arbeitsverhältnisses an in der beruflichen Rentenkasse. Diese springt zunächst ein bei Invalidität und Tod – wenn der Arbeitnehmer aber älter ist als 24 Jahre, spart er hier gleichzeitig für seine Rente an.
  3. Die dritte Säule betrifft die freiwilligen Zusatzleistungen, die ein Arbeitnehmer für seine Rente aufbringt. Die private Altersvorsorge ist in der Schweiz steuerbegünstigt.

Rechtsanwalt Hannes Künstle aus der Kanzlei Reissmann & Künstle ist Ihr Ansprechpartner für rechtliche Fragen im Zusammenhang mit dem Schweizer Arbeitsrecht. Vereinbaren Sie gerne einen Termin!


Einladungsschreiben zum Aufenthalt in der Schweiz

Wenn ein Angehöriger eines Drittstaatslandes in der Schweiz einreisen möchte – aus privaten Gründen oder beruflich – und deshalb in der Schweiz ein Visum beantragt, ist es erforderlich, ein Einladungsschreiben mitzuführen.  Dies dient dem Zweck zu belegen, dass der Reisende in der Schweiz erwartet wird und dort seinen Lebensunterhalt bestreiten kann.

Was muss genau in einem solchen Einladungsschreiben enthalten sein?

  • Das Einladungsschreiben muss auf Deutsch, Französisch oder Italienisch verfasst sein.
  • Wer ist der Eingeladene? Hier folgen Name, Adresse, Firmenanschrift, E-Mail, Telefon, evtl. Geburtsdaten, Staatsangehörigkeit des Gastgebers, falls es sich um eine private Einladung handelt.
  • Wer genau lädt ein? Auch hier sind Name, Adresse, Firmenanschrift, E-Mail, Telefon, Geburtsdaten, Staatsangehörigkeit erforderlich.
  • Werden die Kosten für die Einreise bzw. den Aufenthalt vom Einladenden übernommen? Dies muss dem Einladungsschreiben zu entnehmen sein. Falls der Eingeladene selbst seinen Aufenthalt bezahlt, muss er nachweisen, dass er genug Geld hat. Dies kann er z.B. durch Kontoauszüge oder Gehaltsnachweise belegen.
  • Das Einladungsschreiben hat formal keinen besonderen Aufbau. Es muss auch nicht beglaubigt werden, aber es muss persönlich unterschrieben sein.
  • Das Einladungsschreiben kann dem Antrag auf ein Visum beigelegt werden, als Mailanhang oder in Kopie.

Haben Sie Fragen zum Schweizerischen Arbeitsrecht? Dann konsultieren Sie Rechtsanwalt Hannes Künstle in der Kanzlei Reissmann & Künstle in Bad Krozingen. Er hilft Ihnen gerne weiter.

 


Schweizer Arbeitsrecht: Das Recht auf ein Arbeitszeugnis

In der Schweiz besteht wie in Deutschland das Recht auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis, das vom Arbeitgeber auf Wunsch des Arbeitnehmers jederzeit ausgestellt werden muss – nicht nur bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Im Arbeitszeugnis muss die Art der Anstellung und die Dauer des Arbeitsverhältnisses detailliert dargestellt sein. Außerdem muss es genaue Auskunft über die erbrachten Leistungen und das Verhalten des Arbeitnehmers geben (Art. 330a Abs. 1 OR).

Das Arbeitszeugnis muss wohlwollend sein. Die Leistung und das persönliche Verhalten des Arbeitnehmers müssen objektiv beurteilt und in klarer, eindeutiger Sprache formuliert sein. Andeutungen oder versteckte Hinweise für mögliche neue Arbeitgeber sind nicht zulässig.

Leistungen und Verhalten des Arbeitnehmers sind nach einem objektiven Massstab zu beurteilen. In chronologischer Reihenfolge muss aus dem Zeugnis abzulesen sein, welche Tätigkeiten, Beförderungen und betriebsinterne Versetzungen stattgefunden haben.

Falls das Arbeitszeugnis diesen formalen Kriterien nicht entspricht, kann der Arbeitnehmer ein neues Zeugnis verlangen und – falls ihm dies verweigert wird – notfalls sogar das Arbeitsgericht hinzuziehen.

Haben Sie Fragen zu Ihrem Schweizer Arbeitszeugnis? Sind sie mit den Formulierungen nicht einverstanden? Wenden Sie sich an Rechtsanwalt Hannes Künstle in der Kanzlei Reissmann und Künstle in Bad Krozingen. Er ist spezialisiert auf die rechtlichen Belange von Grenzgängern.