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Lohngleichheit in der Schweiz

Die Schweizer Bundesverfassung (Artikel 8) wie auch das Schweizer Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann (Gleichstellungsgesetz, GlG) regeln, dass Männer und Frauen, die dieselbe Arbeit tun, auch gleich entlohnt werden müssen. Leider sieht die Realität oft anders aus.

Aktuell verdienen Frauen in der Schweiz im Durchschnitt 18% weniger als Männer. Dies hat unterschiedliche Ursachen, z. B. den Ausbildungsstand, die Berufserfahrung etc. Wenn man aber die Ursachen genau untersucht, bleiben in etwa 40% der Fälle die Gründe unklar. Hier liegt Lohndiskriminierung vor.

In den meisten Fällen steckt kein böser Wille dahinter. Häufig ist die Ursache die unterschiedliche Beurteilung der Arbeit von Frauen und Männern – basierend auf zahlreichen Stereotypen, was die Geschlechter angeht. Häufig bekommen Frauen ein niedrigeres Einstiegsgehalt als Männer, manchmal gibt es für Teilzeitstellen keine Lohnzulagen, und oft wird einfach vergessen, das Gehalt weiblicher Mitarbeiterinnen von Zeit zu Zeit anzupassen.
Zuständige Stelle bei einer Lohndiskriminierung ist das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann. Auf dessen Website finden Betroffene konkrete Unterstützung, außerdem informiert sie Arbeitnehmer wie Arbeitgeber über das Thema Lohndifferenz.

Quelle: Plattform Lohngleichheit des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann.

Sind Sie Grenzgänger/-in? Für alle Fragen zum Schweizerischen Arbeitsrecht ist Rechtsanwalt Hannes Künstle in der Kanzlei Reissmann & Künstle Ihr kompetenter Ansprechpartner!


Die Krankentagegeldversicherung in der Schweiz

Aus Deutschland kennen Sie die gesetzlich vorgeschriebene 6-wöchige Lohnfortzahlung bei Krankheit. Achtung, dies ist in der Schweiz nicht so!
Dennoch gibt es hier eine gesetzliche Lohnfortzahlungspflicht. Dabei wird genau unterschieden, wie lange ein Arbeitnehmer bereits beschäftigt ist. In den ersten drei Monaten muss der Arbeitgeber im Krankheitsfall nichts bezahlen. Ab dem vierten Anstellungsmonat muss er den Arbeitslohn von drei Wochen bezahlen, im zweiten Jahr der Beschäftigung vier Wochen, im dritten Jahr 9 Wochen – so steigt dies bis zu einer maximalen Zahlung von 31 Wochen. Diese Angaben variieren allerdings je nach Region.
Üblicherweise hat der Arbeitgeber für solche Fälle eine Kollektiv-Krankentagegeldversicherung abgeschlossen oder es bestehen firmeninterne Regelungen. Dies ist aber für Arbeitgeber nicht gesetzlich vorgeschrieben. Die Summe, die ein kranker Arbeitnehmer aus dieser Versicherung erhält, beträgt in den meisten Fällen etwa 80% des Gehalts auf die Dauer von bis zu zwei Jahren.
Wenn eine solche Versicherung des Arbeitgebers vorliegt, wird sie dem Arbeitnehmer als Bestandteil seines Gehalts zum Bruttolohn hinzugerechnet und ist für den Arbeitnehmer steuerpflichtig.

Als Anwälte, die sich auf das Arbeitsrecht für Grenzgänger spezialisiert haben, raten wir Ihnen dringend: Überprüfen Sie in ihrem Schweizer Arbeitsvertrag, ob es eine Krankentagegeldversicherung des Arbeitgebers gibt und welche Leistungsausschlüsse sie aufweist, d.h. ob beispielsweise bestimmte Krankheiten ausgeschlossen sind. Falls keine Versicherung vorhanden sein soll, schließen sie unbedingt privat eine Krankentagegeldversicherung ab, damit Sie im Krankheitsfall finanziell abgesichert sind!
Bei allen juristischen Fragen wenden Sie sich gerne an Rechtsanwalt Hannes Künstle in unserer Kanzlei in Bad Krozingen, einer Dependance der Kanzlei Reissmann & Künstle in Lörrach.


Wie finde ich eine Arbeitsstelle in der Schweiz?

In unserer Rechtsanwaltskanzlei in Bad Krozingen sind wir auf die Belange von Grenzgängern spezialisiert.
Wir unterstützen sie bei allen rechtlichen Fragen zum Thema Arbeitsrecht in der Schweiz, Sonderregelungen für Grenzgänger etc.

Heute wollen wir Ihnen Tipps geben, wo Sie als Arbeitssuchender in der Schweiz möglicherweise fündig werden:

Zunächst gibt es eine breite staatliche Unterstützung bei der Stellensuche. Das Schweizer „SECO“, das Staatssekretariat für Wirtschaft mit Sitz in Bern, bietet eine Fülle von nützlichen und hilfreichen Informationen auf www.seco.admin.ch. Das SECO kümmert sich um Arbeitsmarktpolitik und um wirtschaftliche Fragen. Den Online-Stellenmarkt des SECOS finden Sie hier. Ein weiterer Tipp für eine staatliche Plattform ist die Online-Stellenbörse auf www.treffpunkt-arbeit.ch, eine weitere Webseite des SECO. Hier sind auch alle offenen Stellen der Schweizer Kantone zu finden.
Die kantonalen Arbeitsämter bieten Hilfe und persönliche Unterstützung bei der Arbeitssuche an. Es lohnt sich auf jeden Fall, um einen persönlichen Gesprächstermin zu bitten, denn die Experten vor Ort kennen die Situation auf dem Arbeitsmarkt genau und können wertvolle Tipps geben. Manchmal sind noch nicht alle gemeldeten offenen Stellen aus den Kantonen bereits auf www.treffpunkt-arbeit.ch veröffentlicht – deshalb ist die persönliche Nachfrage sinnvoll.

Selbstverständlich finden Sie offene Stellen in den regionalen und überregionalen Zeitungen, in den Anzeigen privater Arbeitsagenturen – hier bekommen Sie Adressen bei den kantonalen Arbeitsämtern – oder in zahlreichen Internet-Jobbörsen.

Wenn Sie Ihre Traumstelle in der Schweiz gefunden haben, zögern Sie nicht, uns wegen der Vertragsgestaltung oder anderer detaillierter Fragen zu Ihrem neuen Arbeitsverhältnis anzusprechen. Wir unterstützen Sie gerne!