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Grenzgänger im Homeoffice

Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Schutzmaßnahmen zwangen viele Schweiz-Grenzpendler, über längere Zeit im Homeoffice in Deutschland zu bleiben. Damit sie dadurch nicht ihren Grenzgänger-Status verloren, hatten Deutschland und die Schweiz ein Abkommen geschlossen, eine so genannte „Konsultationsvereinbarung“, die ab dem 11. März 2020 Gültigkeit hatte. Doch seit Anfang Juli 2022 gelten nun wieder die Regeln, die vor der Corona-Pandemie gegolten haben.
Diese besagen: Als „Grenzgänger“ gilt derjenige, der zwar viel im Homeoffice arbeitet, der aber dennoch regelmäßig in die Schweiz pendelt. „Regelmäßig“ bedeutet: mindestens einmal pro Woche oder an mindestens fünf Tagen im Monat. Wer diese Mindestanforderungen erfüllt, kann seinen Grenzgänger-Status trotz Homeoffice erhalten.

Wer indessen zu selten in die Schweiz pendelt, muss den Anteil des in Deutschland erwirtschafteten Einkommens auch in Deutschland versteuern. Analog dazu ist für die Tage, die in der Schweiz gearbeitet wurde, die Einkommensteuer auch dort zu entrichten.

In der Bad Krozinger Zweigniederlassung unserer Kanzlei sind wir auf die rechtlichen Belange von Grenzgängern spezialisiert. Für alle Fragen rund um Arbeitsrecht, Arbeitsvertrag, Grenzgänger-Verordnungen etc. wenden Sie sich an Rechtsanwalt Hannes Künstle. Vereinbaren Sie einen Beratungstermin!


Ich will nur ein paar Wochen in der Schweiz arbeiten, was muss ich beachten?

Vielleicht haben Sie einen Saisonjob in der Schweiz ergattert? Oder Sie arbeiten auf einer Messe, nur für ein paar Wochen?
In diesem Fall greift für Arbeitnehmer aus der EU/EFTA die Regelung für „Tätigkeiten von kurzer Dauer“. Sie lautet: Wer nicht länger als drei Monate oder nicht mehr als 90 Kalendertage im Jahr in der Schweiz arbeitet, braucht in der Schweiz keine Aufenthaltsbewilligung.

Der Arbeitgeber muss allerdings Ihre Tätigkeit melden. Dies muss spätestens acht Tage vor Beginn Ihrer Tätigkeit erfolgen mittels eines speziellen Meldeverfahrens für kurzfristige Erwerbstätigkeit.
Die Meldung kann online erfolgen und ist für den Arbeitgeber kostenlos. Der Arbeitgeber muss seinen Sitz in der Schweiz haben oder in einem Mitgliedsstaat der EU/EFTA, von dem aus er Arbeitnehmer in die Schweiz entsenden möchte.

Für Fragen zum Schweizer Arbeitsrecht wenden Sie sich in unserer Kanzlei in Bad Krozingen bitte an Rechtsanwalt Hannes Künstle. Vereinbaren Sie einen Termin.


Die aktuelle Lage auf dem Schweizer Arbeitsmarkt

Das Schweizerische Staatsministerium für Wirtschaft (SECO) veröffentlichte hier die neuesten Kennzahlen zur Lage auf dem Schweizer Arbeitsmarkt.

In Kürze: Im Mai 2022 sank die Arbeitslosigkeit um 2,3% im Vergleich zum April und sogar um 31,4% im Vergleich zum von Corona schwer beeinträchtigten Mai 2021. Es hatten sich Ende Mai 2022 insgesamt 98.004 Menschen arbeitslos gemeldet.

Bei der Jungendarbeitslosigkeit ist der Unterschied zum Vorjahr noch gravierender: es waren aktuell sogar 36,6% weniger als im Vorjahr, gesamt 8.090 Personen.

Was die Stellensuchenden betrifft: Es wurden 175.456 Anträge registriert, das sind 26,1% weniger als im Vorjahr.

Im März 2022 sank die Zahl der Kurzarbeitenden um über die Hälfte, es waren 55,5% weniger als noch im Februar. Die von Kurzarbeit betroffenen Betriebe verringerten sich in dieser Zeit um 46,9% auf 3.490.

Wenn Sie planen, eine Stelle in der Schweiz anzunehmen und kompetente Unterstützung bei der Aushandlung Ihres Arbeitsvertrages benötigen, wenden Sie sich an Rechtsanwalt Hannes Künstle in der Kanzlei Reissmann & Künstle in Bad Krozingen. In dieser Zweigniederlassung der Kanzlei Lörrach liegt der Schwerpunkt auf dem Deutschen und Schweizerischen Arbeitsrecht und der rechtlichen Beratung von Grenzgängern. Vereinbaren Sie gerne einen Termin!