Aktuelles

Frohe Weihnachten!

Liebe Mandanten, Geschäftspartner und Freunde unserer Kanzlei,

wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein schönes Weihnachtsfest
und ein gesundes, glückliches neues Jahr 2018!

Das Team der Anwaltskanzlei Reissmann & Künstle
Zweigniederlassung in Bad Krozingen


Der so genannte „Wochenaufenthalter“

Wer in Deutschland lebt und in der Schweiz arbeitet, aber immer für mehrere Tage an seinem Arbeitsort bleibt, heißt in der Schweiz „Wochenaufenthalter“. Eigentlich wäre der Begriff „Wochengrenzgänger“ korrekter, denn „Wochenaufenthalter“ bezog sich ursprünglich auf die Schweizer, die zum Arbeiten von einem in einen anderen Kanton wechseln mussten.

Nach dem Personenfreizügigkeitsabkommen muss  ein deutscher Grenzgänger, der in der Schweiz arbeitet, mindestens einmal wöchentlich nach Deutschland zurückkehren.

Relevant für die steuerliche Einstufung ist, ob der Lebensmittelpunkt des Grenzgängers nach wie vor in Deutschland liegt. Dies ist der Fall, wenn sein/e Lebenspartner/-in weiterhin in Deutschland lebt bzw. er verheiratet ist und seine Familie dort wohnt.

Bei alleinstehenden Arbeitnehmern geht man davon aus, dass sie ihren Lebensmittelpunkt in der Schweiz finden. In diesem Fall unterliegen sie vollständig der Quellensteuer nach Art. 105 ff. StG bzw. Art. 83 ff. DBG.

In wieweit die Steuer in der Schweiz oder in Deutschland bezahlt werden muss – ob z.B. auf das deutsche Einkommen ein höherer Steuersatz gerechnet wird als der, den ein Arbeitnehmer bezahlen müsste,  wenn er nicht pendeln würde, das ist im Einzelfall zu klären.

Wenn Sie eine Arbeitsstelle in der Schweiz antreten wollen, sollten Sie sich fachlichen Rat suchen. Bei allen Fragen zum Schweizerischen und Deutschen Arbeitsrecht sind wir Ihre kompetenten Ansprechpartner.

Vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer Kanzlei in Bad Krozingen, einer Zweigniederlassung der Kanzlei Reissmann & Künstle in Lörrach mit Schwerpunkt Arbeitsrecht für Grenzgänger.


Gesetzesänderung ab Januar 2018: Wirkungsvollere Maßnahmen gegen Schwarzarbeit in der Schweiz

Der Schweizer Bundesrat informiert in einer Medienmitteilung, dass das Bundesgesetz gegen die Schwarzarbeit (BGSA) zum 1. Januar einige Änderungen enthalten wird. Das BGSA ist seit 2008 in Kraft. Eine umfassende Evaluation 2012 hatte ergeben, dass speziell im Bereich der Schwarzarbeit Nachbesserungen notwendig sind.

Mit der aktuellen Gesetzesänderung soll die Schwarzarbeit künftig besser kontrolliert werden können, außerdem wird Missbräuchen im Abrechnungsverfahren entgegengewirkt.

Zentral ist ein engerer Informationsaustausch zwischen den beteiligten Behörden und Organisationen. Künftig dürfen auch Behörden wie die Grenzwache oder die Sozialhilfebehörde Hinweise auf Schwarzarbeit an die kantonalen BGSA-Kontrollorgane weitergeben. Wenn den Kontrollorganen weitere Rechtsverstöße auffallen, die nicht nur mit Schwarzarbeit, sondern z.B. damit zu tun haben, dass in einem Betrieb die Mindestlohngrenze nicht eingehalten wird oder die Arbeitssicherheit nicht gewährleistet ist, sollen diese Hinweise künftig unkompliziert innerhalb der Behörden weitergegeben werden dürfen, damit rasch und effektiv gegen die Verstöße vorgegangen werden kann.

Im Fokus steht auch das vereinfachte Abrechnungsverfahren für geringfügige Löhne. Dieses wurde häufig von den Arbeitgebern zweckentfremdet, wenn z.B. Ehepartner oder Kinder als Arbeitskräfte im eigenen Betrieb angestellt waren. Hier ist künftig wieder eine ordentliche Abrechnung erforderlich.

Für alle Fragen zum Schweizer Arbeitsrecht wenden Sie sich gerne in unserer Kanzlei in Bad Krozingen an Rechtsanwalt Hannes Künstle. Wir sind spezialisiert auf die rechtlichen Fragestellungen von Grenzgängern. Vereinbaren Sie einen Termin!