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Der Schweizer Lohnausweis: Was ist das?

Jeder Schweizer Arbeitgeber muss seinen Angestellten jährlich den so genannten „Lohnausweis“ ausstellen, in der Regel geschieht dies nach Ablauf eines Kalenderjahres, zu Beginn des neuen Jahres. Im Lohnausweis sind detailliert alle Bestandteile des Lohnes aufgeführt. Für Grenzgänger gilt: Der Lohnausweis ist das wichtigste Dokument für Ihre Steuererklärung in Deutschland!

Der Lohnausweis enthält alle erhaltenen Beträge, die Sie im vergangenen Jahr in der Schweiz verdient haben, dazu auch eine Auflistung eventuell erhaltener zusätzlicher Summen, z.B. Treueprämien, ein Zuschuss zum Umzug, ein Bonus oder die Überlassung eines Geschäftswagens zur privaten Nutzung. Ein geldwerter Vorteil, den Sie auch aufgelistet finden, wäre z.B. eine Aktienbeteiligung an der Schweizer Firma, in der Sie arbeiten. Arbeitgeberanteile zu Versicherungen, zu Pensionskassen, Kinderzulagen etc. werden ebenfalls detailliert aufgeführt.

Doch Achtung! In der Schweiz werden die Steuern etwas anders berechnet als in Deutschland. Sie werden die Angaben nicht in allen Fällen 1:1 übernehmen können. Informieren Sie sich genau, bevor Ihnen möglicherweise hohe Steuernachzahlungen ins Haus flattern.
Bei allen Fragen zum Deutschen und Schweizerischen Arbeitsrecht – speziell für Grenzgänger – wenden Sie sich gerne an die Anwälte in unserer Rechtsanwaltskanzlei in Bad Krozingen, einer Zweigniederlassung der Rechtsanwaltskanzlei Reissmann & Künstle in Lörrach.


Worauf müssen Grenzgänger beim Schweizer Zoll achten?

Wenn Sie regelmäßig in die Schweiz ein- und ausreisen und nur Ihre persönlichen Gebrauchsgegenstände mit sich führen, werden Sie mit den Schweizer Zollbehörden keine Probleme haben.

Anders sieht dies jedoch aus, wenn Sie größere Gerätschaften, z.B. eine technische Ausrüstung, zur Erfüllung eines bestimmten Auftrags mit sich führen müssen. Diese sollten Sie unbedingt deklarieren! Im schlimmsten Fall könnte nämlich neben der Zoll-Rückforderung eine Anzeige wegen Steuerbetrugs gegen Sie gestellt werden. Füllen Sie also an der Zollstelle eine entsprechende Erklärung aus. Geben Sie detailliert an, dass die Gerätschaften von Ihnen nur kurzzeitig in die Schweiz eingeführt werden. Wenn Sie dann einmal kontrolliert werden, sind Sie auf der sicheren Seite.
Zur Vereinfachung der Zollabläufe gibt es für Grenzgänger eine spezielle grüne Plakette, die so genannte „Sichtzollanmeldung“. Diese erhalten Sie direkt an der Zollstelle. Sie muss gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe des Fahrzeugs gelegt werden. Mit dieser Plakette erklären Sie verbindlich, dass Sie und Ihre Mitreisenden gültige Ausweispapiere haben und Waren nur in der erlaubten Freimenge mit sich führen. Doch Achtung: Die grüne Plakette berechtigt Sie nicht, ohne Halt durch die Zollkontrolle durchzufahren! Sie vereinfacht lediglich die Formalitäten. Die Zollbeamten dürfen hier genauso stichprobenartige Kontrollen durchführen.

Die Anwälte unserer Zweigniederlassung Bad Krozingen sind spezialisiert auf Fragen und Anliegen von Grenzgängern – hier speziell auch auf Schweizerisches und deutsches Arbeitsrecht. Wenn Sie Rechtssicherheit brauchen: Kontaktieren Sie uns gerne!


Mutterschutz, Kinderzulage & Co. – Wie sind die Regelungen für Grenzgänger?

Die Schweizer gesetzlichen Vorgaben bezüglich Schwangerschaft und Mutterschutz unterscheiden sich erheblich von denjenigen in Deutschland.

Sobald eine Arbeitnehmerin schwanger ist und während der ersten 16 Monaten nach der Geburt ihres Kindes darf sie von ihrem Schweizer Arbeitgeber nicht gekündigt werden. Ausnahme: Sie befindet sich noch in der Probezeit. Wenn der Arbeitsvertrag befristet wurde, endet dieser zum vereinbarten Zeitpunkt – ganz gleich, ob mittlerweile eine Schwangerschaft vorliegt.

Körperlich anstrengende Arbeit, die eine schwangere oder stillende Mutter gesundheitlich belasten würde, ist verboten. Falls der Arbeitnehmer keine „leichtere“ Arbeit anzubieten hat, muss die Arbeitnehmerin von der Arbeit freigestellt werden und erhält 80% ihres Lohns.

Die ersten acht Wochen nach der Entbindung darf die Angestellte nicht arbeiten – anschließend nur nach persönlicher Einwilligung. Der Lohn, der während dieser Zeit weiterbezahlt wird, richtet sich in der Regel nach der Anzahl der Dienstjahre. So bekommt eine Mitarbeiterin, die 2-3 Jahre angestellt war, zwei Monate Lohnfortzahlung. Wenn sie 11-15 Jahre angestellt war, bekommt sie vier Monate.

Eine deutsche Arbeitnehmerin, die zum Arbeiten in die Schweiz pendelt, kann in Deutschland Elterngeld beantragen. Dies muss sie in der deutschen Gemeinde tun, in der sie ihren Wohnsitz hat. Doch Achtung: Anders als in Deutschland wird ihr in der Schweiz ihre Arbeitsstelle nicht freigehalten!

Von ihrem Schweizer Arbeitgeber erhält die Angestellte eine Kinderzulage, manchmal – je nach Arbeitgeber – zusätzlich Geburtsgeld oder eine Familienzulage.

In der Zweigniederlassung der Lörracher Kanzlei Reissmann & Künstle in Bad Krozingen sind wir spezialisiert auf die Fragen von Grenzgängern. Speziell zum Arbeitsrecht sind wir Ihre kompetenten Ansprechpartner!