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Umzug oder Pendeln in die Schweiz: Wie lange dürfen Sie mit Ihrem deutschen Führerschein fahren?

Wenn Sie den Umzug in die Schweiz planen bzw. wenn Sie mit Ihrem Pkw täglich in die Schweiz pendeln, ist es wichtig, sich rechtzeitig über die Gültigkeit Ihres Führerscheins zu informieren. Die Anwälte der Kanzlei Reissmann & Künstle sind – in der Zweigniederlassung der Lörracher Kanzlei in Bad Krozingen – speziell auf die Fragen von Grenzgängern eingerichtet. Sie informieren:

Bei Umzug in die Schweiz haben Sie noch ein ganzes Jahr Zeit, Ihren Führerschein gegen einen Schweizer Führerschein einzutauschen. Achtung: Der deutsche Führerschein wird einbehalten! Bei einem Rück-Umzug nach Deutschland gilt der Schweizer Führerschein nur 6 Monate.
Für den Umtausch Ihres deutschen in einen Schweizer Führerschein müssen Sie sich an das Strassenverkehrsamt desjenigen Kantons wenden, in dem Sie wohnen und dort mehrere Dokumente vorlegen, neben Ihrem gültigen deutschen Führerschein z.B. auch ein medizinisches Attest.
Idealerweise melden Sie Ihren Führerschein dann um, wenn Sie ein eigenes Auto mit Schweizer Kennzeichen fahren wollen. Denn das dürfen Sie mit deutschem Führerschein nicht. Sehr wohl dürfen Sie aber gelegentlich ein in der Schweiz zugelassenes Fahrzeug ausleihen. Ausnahme: Wenn Sie das Fahrzeug Ihrer Schweizer Arbeitsstelle fahren wollen, brauchen Sie sofort den Schweizer Führerschein.

Bitte beachten Sie: Wenn Sie die 12-Monats-Frist für Ihre Ummeldung versäumen, sind Sie mit einem ungültigen Dokument unterwegs und müssen mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen.

Für Berufspendler, die täglich von Deutschland in die Schweiz fahren, behält der deutsche Führerschein seine Gültigkeit. Ebenso wie der Schweizer Führerschein eines Schweizers, der zum Arbeiten nach Deutschland pendelt.

Aus anwaltlicher Sicht raten wir dringend dazu, sich bei den zuständigen Stellen – der Schweizer Zulassungsstelle oder dem deutschen Landratsamt – genau zu erkundigen, welche Vorschriften in Ihrem speziellen Fall einzuhalten sind. Wir stehen Ihnen in unserer Rechtsanwaltskanzlei in Bad Krozingen zu allen Fragen aus dem Deutschen und Schweizer Arbeitsrecht gerne zur Seite! Vereinbaren Sie einen Termin!

 


Ihr Rechtsanwalt für Arbeitsrecht in Bad Krozingen informiert zur Kündigungsschutzklage: Trotz Umzug eines Betriebes in die Schweiz kann das deutsche Arbeitsrecht maßgeblich sein

Das Bundesarbeitsgericht urteilte im Fall einer Kündigungsschutzklage zu Gunsten eines Arbeitnehmers (8 AZR 37/10, Urteil vom 26.05.2011).

Wie war die Sachlage?
Ein Arbeitgeber hatte seinen Firmensitz in Südbaden, unweit der Schweizer Grenze. Ein Teil seines Unternehmens wurde in die Schweiz verlegt, als Teil des Schweizer Mutterkonzerns und etwas weniger als 60 km vom bisherigen Standort entfernt.
Die Belegschaft bekam vom „neuen“ Schweizer Arbeitgeber neue Arbeitsverträge. Ein Vertriebsingenieur lehnte dieses Angebot ab, woraufhin er vom Arbeitgeber gekündigt wurde. Das Argument für die Kündigung lautete: Der Betrieb sei still gelegt worden.
Dies beurteilten die Richter des Bundesarbeitsgerichts anders: Es handle sich hier nicht um eine Betriebsstilllegung, sondern um einen Betriebsübergang. Deshalb gelte deutsches Arbeitsrecht, §613a BGB, in dem Recht und Pflichten bei Betriebsübergang geregelt sind.
Die Kündigung war folglich unwirksam.

Sie haben Fragen und Anliegen zum Schweizer Arbeitsrecht? Unsere Rechtsanwaltskanzlei in Bad Krozingen ist eine Zweigniederlassung der Kanzlei Reissmann & Künstle in Lörrach, in der wir uns auf das Arbeitsrecht in Deutschland und der Schweiz spezialisiert haben.
Rufen Sie uns gerne an oder kontaktieren Sie uns per E-Mail – Rechtsanwalt Hannes Künstle und Rechtsanwalt Herwig Reissmann helfen Ihnen gerne weiter!


Die Grenzgängerbewilligung für Pendler in die Schweiz

Wenn Sie in im grenznahen Deutschland, etwa in der Gegend von Bad Krozingen, wohnen, lohnt sich vielleicht ein Arbeitsmodell, bei dem Sie in Deutschland leben, aber in der Schweiz arbeiten. Sie brauchen für Ihren Grenzübertritt eine so genannte „Grenzgängerbewilligung“.

Hierfür müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein: Sie müssen ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht in Deutschland haben und seit mindestens einem halben Jahr in Grenznähe beheimatet sein. Erforderlich ist auch, dass Sie mindestens einmal pro Woche nach Deutschland zurückkehren.
Der Grenzgängerausweis muss von Ihrem zukünftigen Schweizer Arbeitgeber beim für diesen Kanton zuständigen Migrations- oder Ausländeramt beantragt werden. Ihr Arbeitgeber ist auch verpflichtet, den Ausweis verlängern zu lassen oder z.B. einen Stellenwechsel zu melden. Der Grenzgängerausweis ist fünf Jahre gültig, sofern die Stelle für mehr als ein Jahr vergeben wurde. Wenn es sich jedoch um ein Beschäftigungsverhältis handelt, das nur ein paar Wochen oder Monate dauert, wird die Bewilligung nur für diese Frist ausgestellt.
Zur Ausstellung des Grenzgängerausweises benötigt die zuständige Schweizer Stelle den Arbeitsvertrag, eine Bescheinigung über Ihren Hauptwohnsitz in Deutschland, eine Kopie des Passes und ein Passfoto. Die Bewilligung kostet etwa 65 Schweizer Franken. Nach 2-3 Wochen Bearbeitungszeit wird Ihnen der Grenzgängerausweis ausgehändigt.

Sie sind verpflichtet, ihn bei jedem Grenzübertritt mit sich zu führen. Doch Achtung: Bei Kontrollen durch den deutschen Zoll ersetzt er nicht den Personalausweis oder Reisepass! Diesen müssen Sie zusätzlich in der Tasche haben.

Die Kanzlei Reissmann & Künstle in Bad Krozingen ist eine Zweigniederlassung der Kanzlei Reissmann & Künstle in Lörrach.
Sie ist spezialisiert auf das Schweizer Arbeitsrecht, denn speziell in der Grenznahen Region rund um Bad Krozingen leben viele Schweiz-Pendler. Gerne unterstützen die Rechtsanwälte Herwig Reissmann und Hannes Künstle bei allen Fragen und Anliegen zum Thema Schweizer Arbeitsrecht!
Vereinbaren Sie bitte telefonisch einen Termin in unserer Arbeitsrechts-Kanzlei in Bad Krozingen.